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Klaus Born Dokumentationen

Bärenwanderung 07. Juni 2009
unter der Leitung von
dem bekannten Bärenanwalt Dr. Rauer

Dr. Rauer mit Mira und Klaus Born                                            Foto: Gabriele Born

Vortrag des Bärenanwaltes Dr. Rauer

Ein weiterer Höhepunkt bei unserem Besuch in Göstling / Niederösterreich, dem Dorf der Lebensfreude, war die von der Schutzgebietsverwaltung veranstaltete Bärenwanderung, in das Wildnisgebiet Dürrenstein.
Die Leitung erfolgte durch den wohl bekannteste Bärenwissenschaftler des Alpenraumes, Dr. Rauer. Nach seinen Ausführungen lebten im Laufe der Jahre, seit 1972, im Gebiet zwischen Ötscher und Hochschwab,  insgesamt ca. 30 Tiere in freier Wildbahn.
Von denen bis heute nur noch zwei männliche Bären verblieben sind, der ca. 5 jährige Moritz und der ca. 15 Jahre alte Djuro.
Mit einem großen Problem geht das Projekt ,,Bärensache ist Ehrensache” in eine ungewisse Zukunft.
Es fehlt derzeit an einer Bärin und es ist nicht damit zu rechnen, dass ein weibliches Exemplar einwandert.
Über den Verbleib des 1972, über Fernwechsel, eingewanderten Altbären, dem  ,,Ötscherbär” , ist seit den 90iger Jahren  nichts bekannt, man hat ihn nicht mehr gefunden.
Im Rahmen der 4 stündigen Wanderung, beantwortete Dr. Rauer viele offene Fragen zum Bärenprojekt.

Anstieg durch ein Lawinenfeld

Rast über dem Bärenrevier

Bärenlosung

Der Aufstieg vom Rothschildteich, im Steinbachtal, führte uns bei Kaiserwetter durch ein ursprüngliches Wildbachtal und ein Lawinenfeld, in den Bergwald, am Fuße des 1878 m hohen Dürrensteins, dem Revier der letzten freilebenden Alpenbraunbären.
Von einem Aussichtspunkt fiel unser Blick über die tiefen Schluchten und die ausgedehnte Wälderwelt, mit den Überwinterungsplätzen der Bären, bis hinauf zum Gipfelkreuz des Dürrensteins.
Bei einer Rast, erfuhren wir vieles über die Problematik des Bärenprojektes, den Unterschied von Problembären und solchen, die spezielle Eigenarten und Vorlieben entwickelt haben. 

Großer Dürrenstein 1878 m

Alpenbraunbär im Bergwald                                          Fotoarchiv Klaus Born 2009

Der Ötscherbär dürfte durch seine Unauffindbarkeit endgültig zum Mythos geworden sein, dessen Schatten ewig durch die Wälder der Alpen geistern wird.
Trotz aller Schwierigkeiten, hoffen wir, dass der Braunbär in den Alpen nicht aussterben wird und sich seine Heimat,
die Ursprünglichkeit bewahren kann.
                             Klaus Born
 

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